Ministerin Scharrenbach enthüllt Informationstafel über die Suderwicker Zollstellen

Im Rahmen der Verleihung des erstmals vergeben Heimatpreises des Landes NRW 2020 an den Heimatverein Suderwick und die Bürgerinitiative Dinxperwick hat die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Frau Ina Scharrenbach, am Heelweg auf der deutschen Seite auch eine Informationstafel über die Suderwicker Zollstellen enthüllt. Es ist reiner Zufall, dass der Heimatverein Suderwick für diese und eine weitere Informationstafel über „Das Leben auf dem Lande in früheren Zeiten“, das demnächst am Suderwicker Backhaus aufgestellt wird, just vor wenigen Wochen, als der Gewinn des Landeswettbewerbs noch nicht bekannt war, aus Mitteln des Heimatministeriums einen Zuschuss in Höhe von € 2.000 erhalten hat und die Tafeln in Auftrag geben konnte.

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Die beiden Projekte passten in das Förderprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet“. Ein  Ziel des Programms ist es, Menschen für lokale und regionale Besonderheiten zu begeistern und die positiv gelebte Vielfalt in Nordrhein-Westfalen deutlich sichtbar werden zu lassen. Die Grenze ist in Suderwick ist so eine herausragende lokale Besonderheit, die der Heimatverein in den vergangenen Jahren durch verschiedene Projekte herausgestellt und sichtbar gemacht hat.

Ganz bewusst hat sich der Heimatverein für die Form von Informationstafeln entschieden, wie sie auch in der Gemeinde Aalten und somit auch in Dinxperlo stehen. Man wollte kein Durcheinander von verschiedenen Darstellungsformen, sondern ein einheitliches Bild für ganz „Dinxperwick“. Die Informationstafeln wurden übrigens in Anlehnung an die „Grenzbüdekes“ konstruiert, die an den beiden Grenzübergängen West und Ost stehen. Auch dies trägt zu einem harmonischen Ortsbild über die Grenze hinweg bei.

Der Heimatverein Suderwick ist davon angetan, wie unkompliziert die Förderung aus Mitteln des sogenannten „Heimatschecks“ von statten ging und empfiehlt auch anderen Vereinen, sich für ihre Projekte auch dieser Fördermöglichkeit zu bedienen.

Lesen Sie nachstehen den Text, der auf der Informationstafel steht und schauen Sie sich die Fotos vom ehemaligen Zollamt Suderwick und von der Zollsperrbude an, die im Volksmund „Büdeken“ genannt wurde. 

Geschichte der deutschen Zollstellen in Suderwick

Hier stand seit etwa 1830 das erste deutsche Zollamt in Suderwick, in dem bis zur Abtretung von Suderwick-West an die Niederlande in 1949 die Zollkontrollen für den Grenzübertritt stattfanden.

Da der niederländische Heelweg erst 150 Meter östlich von hier entfernt in die jetzige deutsche Sporker Straße mündete, kontrollierten Zöllner dort den Grenzverkehr außerdem noch an einer Zollsperrbude mit Schlagbaum. Sie wurde im Volksmund „Büdeken“ genannt. Es wurden auch die Suderwicker kontrolliert, wenn sie im täglichen Leben über die Grenze zur Arbeit, Kirche oder Schule in den jeweils anderen Teil des Dorfes wollten.

Das niederländische Zollamt (Rijksbelastingskantor) stand früher etwa 200 Meter entfernt von hier in westlicher Richtung.

Als Suderwick-West von 1949 bis 1963 zu den Niederlanden gehörte, bildete der heutige „Grenzweg“ die Grenze. Die deutschen und niederländischen Zollabfertigungen fanden in dieser Zeit in Holzbaracken gegenüber bzw. westlich der evangelischen Kirche in Suderwick statt. Nach der Rückgliederung erfolgten sie im ersten gemeinsamen deutsch-niederländischem Zollamt am Übergang des Heelweg in die Sporker Straße.

Eine weitere Zollstelle befand sich am westlichen Grenzübergang etwa 1,5 Kilometer von hier Richtung Anholt entfernt an der „Brüggenhütte“. Heute informieren an beiden Grenzübergängen moderne Nachbildungen eines „Büdeken“ über die Geschichte der Grenze.

Ehemaliges Suderwicker Zollamt am Heelweg, das im Rahmen der Abtretung von Sudewick-West an die Niederlande in 1949 aufgegeben wurde (Foto Heimatverein Suderwick)
Ehemalige Zollsperrbude, im Volksmund „Büdeken“ genannt (Foto aus Sammlung Ben Maandag)

Videos über die Verleihung des Heimatpreises NRW an BI Dinxperwick und Heimatverein Suderwick

(s. hierzu auch www.heimatvereinsuderwick.de/verleihung-des-heimatpreises)

„Der Tag heute wird morgen schon Vergangenheit sein. Vielleicht schreibt es jemand auf, dann wird es vielleicht Geschichte.“

Das war neben vielen anderen anerkennenden Worten aus dem Munde von Ministerin Ina Scharrenbach bei ihrer Laudatio zur Verleihung des Heimatpreises NRW in Suderwick zu hören.

Bilder zeigen oft noch mehr als Worte und werden auch Geschichte. Deswegen bedanken wir uns ganz herzlich für die Videofilme über die Preisverleihung:

Von Franklin Berger im Auftrag des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung:

„Vorstellung des Dorfes Dinxperwick“. Dieses Video wurde den anwesenden Gästen Vorort auf Großbildschirmen unmittelbar vor der Verleihung des Heimatpreises NRW gezeigt.

„Verleihung des Heimatpreises NRW an Heimatverein Suderwick und BI Dinxperwick“ durch die Ministerin Frau Scharrenbach und ihr Spaziergang entlang der Grenze.

Von Melanie Steffens, Marketing Service Steffens, als Kurzfassung (rd. 14 Minuten), in der auch der Spaziergang der Ministerin entlang der Grenze und die Enthüllung der Informationstafel über die Zollstellen in Suderwick zu sehen ist

Und von Lex Schellevis, der die ganze Verleihungszeremonie (rd. 54 Minuten) für www.dinxperlive.nl gefilmt hat;

Die Filmbeiträge zeigen, wie locker, fröhlich und feierlich zugleich der Heimatpreis des Landes NRW verliehen wurde und sich die Ausgezeichneten und anwesenden vielen Gäste hierüber freuten. Die Verleihung gehört sicherlich zu den Höhepunkten in der Geschichte des Heimatvereins Suderwick und der BI Dinxperwick.

Heimatverein Suderwick und Bürgerinitiative Dinxperwick erhalten den erstmals vergebenen „Heimatpreis des Landes Nordrhein-Westfalen“

Frau Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen überreichte am Donnerstag, 6. August 2020 bei strahlendem Hochsommerwetter den erstmalig vergebenen „Heimatpreis des Landes Nordrhein-Westfalen“ an den Heimatverein Suderwick, vertreten durch Johannes Hoven (D) und Freek Diersen (NL), und an die Bürgerinitiative Dinxperwick, vertreten durch Werner Brand. Neben der großen Anerkennung gab es auch ein Preisgeld in Höhe von € 12.500, das die beiden Vereine für weitere Vorhaben an der Grenze verwenden wollen. Ausgezeichnet wurden die beiden Vereine für das gemeinsame Projekt: „HEIMAT & ZUKUNFT gestalten an der Grenze: nebeneinander und gemeinsam, denn HEIMAT KENNT KEINE GRENZEN“.

Die Ministerin kam zur Preisverleihung nach Suderwick und nahm sich hierfür zwei Stunden Zeit. Die Festveranstaltung mit vielen Ehrengästen wurde von den Preisträgern auf der Grünfläche seitlich der Kirche St. Michael (D) und auf dem Heelweg (NL) organisiert. Sie fand somit auf deutschem und auf niederländischem Boden statt. Auch hierdurch wurde deutlich, dass man in „Dinxperwick“ keine Grenzen kennt. Im Rahmen eines Spaziergangs entlang der Grenze enthüllte die Ministerin auch eine aus ihrem Ministerium geförderte Informationstafel des Heimatvereins über die Suderwicker Zollstellen.

Wer wissen möchte, was alles in dem Projekt steckt, dem empfehlen wir einen Blick auf unsere Webseite unter www.heimatvereinsuderwick.de/heimat-preis-2019 , wo Sie auch unsere Bewerbung für den Heimatpreis und vor allem die Dokumentation hierzu finden.

Ehrengäste

Zahlreiche Ehrengäste waren der Einladung zu dieser besonderen grenzüberschreitenden Feier gefolgt, u.a. Dr. Kai Zwicker (Landrat des Kreises Borken), Peter Nebelo (Bürgermeister der Stadt Bocholt), Anton Stapelkamp (Bürgermeister der Gemeente Aalten), Thomas Waschki (Erster Stadtrat der Stadt Bocholt), Babine Scholten (van de Provincie Gelderland, gebiedsopgave Achterhoek), Christoph Almering (EUREGIO Geschäftsführer) und Dr. Silke Eilers (Geschäftsführerin Westfälischer Heimatbund).

Viele Gäste sind anwesend

Festreden

Landrat Dr. Kai Zwicker betonte in seiner Rede: „Die Grenze zwischen den Niederlanden ist besonders hier an dieser Stelle eine gelebte Grenze. Hüben wie drüben haben sie hier eine gemeinsame Heimat. Ich freue mich persönlich über die Auszeichnung.“ Er schloss ab mit den Worten: „Sie haben eine grenzüberschreitende gemeinsame Heimat“.

Bürgermeister Peter Nebelo wies darauf hin, was hier an der Grenze gemeinsam auf die Beine gestellt werde – das erfülle ihn mit Stolz: „Für mich ist das nicht neu, aber immer wieder erstaunlich, mit wieviel Akribie und Herzblut die Menschen hier Heimat gestalten“.

Auch Bürgermeister Anton Stapelkamp zeigte sich stolz auf die Bürger in Dinxperlo und Suderwick, die hier eine inklusive Heimat geschaffen haben. Er zeigte sich auch von dem deutschen Begriff Heimat begeistert: „Heimat ist etwas gemütliches, wo man zu Hause ist, wo man gemeinsam ist.“

Bevor die Ministerin das Wort ergriff, wurde den Gästen der von dem Filmemacher Franklin Berger eigens für die Preisverleihung, die ursprüngliche im März in Wuppertal hätte stattfinden sollen, gedrehten Videofilm über Dinxperwick präsentiert. Außerdem waren schon zu Beginn des Programms ein Video-Film von Melanie Steffens und eine Slideshow von Verena Winter zu sehen.

Laudatio der Ministerin Ina Scharrenbach

In ihrer Laudatio sagte die Ministerin: „Sie haben hier europäischen Boden gestaltet. Sie machen hier so viel, da kann ich gar nicht alles aufzählen. Der Tag heute wird morgen schon Vergangenheit sein. Vielleicht schreibt es jemand auf, dann wird es vielleicht Geschichte. Doch sie haben Geschichte geprägt.“

Ministerin Scharrenbach ging in ihrer Rede auch auf  die Entscheidung der Jury ein, die aus 180 Vorschlägen das Projekt der Bürgerinitiative und des Heimatvereins ausgewählt hatte: „Die Jury des Landes-Heimatpreises Nordrhein-Westfalen sieht im grenzüberschreitenden Engagement des Heimatvereins Suderwick und der bi-nationalen Bürgerinitiative Dinxperwick ein herausragendes Beispiel für Völkerverständigung unter dem Dach der gemeinsamen Heimat“. Die Ministerin wies auch auf die diesjährige, anlässlich des Kriegsendes 1945 ins Leben gerufene Aktion 75 Jahre Freiheit und Frieden hin, „die ebenso eindrucksvoll zeigt: aus Feinden wurden Freunde. Grenze ist keine Grenze mehr – sie ist lebendige Heimat.“

Auch der Landrat und die Bürgermeister sind stolz auf Dinxperwick

Preisträger & Freiwillige

Die Preisträger zeigten sich stolz und gerührt zugleich. Sie wiesen auch darauf hin, dass ohne die vielen Freiwilligen, die sich für die Ideen und Umsetzungen der grenzüberschreitenden Projekte einsetzen, es keinen Heimatpreis gegeben hätte. Ohne die hiesigen Menschen und deren Liebe für das Doppeldorf Dinxperwick wäre ein solcher Erfolg unerreichbar geblieben. Dazu gehört auch die gute Zusammenarbeit mit den Dinxperloer Vereinen Bewaar´t Olde Dinxperlo, Dinxpers Belang und dem Grenslandmuseum. Für diese Heimatpreis-Feier hatten erneut viele freiwillige Helfer von beiden Seiten der Grenze mit angepackt.

Die Veranstaltung findet sowohl in Suderwick (vorne), als auch in Dinxperlo statt. Das ist einzigartig

Musik & in Backhäusern gebackenes Brot

Zur Feier des Tages sorgte die Musikgruppe „De Spöllluu“ mit ihren Trecksack-Instrumenten für fröhliche Stimmung. Die Bäckerei Gildhuis freute sich, mitwirken und mithelfen zu können – genauso wie die Backgruppen von beiden Seiten der Grenze, die für leckere, frisch in ihren Backhäusern gebackene Brote sorgten. Nicht zu vergessen: Es gab auch die Schmuggler-Plätzchen von Bärbel Schüürmann! Lex Schellevis und seine Technik-Crew sorgten für einen guten Ton und ein gutes Bild auf den auf dem Gelände verteilten Großbildschirmen. Verena Winter machte wieder mal eine sehr gute lockere Moderation. Joop van Reeken sorgte im Auftrag der beiden Vereine für die fotografische Dokumentation. Melanie Steffens war unterwegs, um auch dieses Ereignis in einem Videofilm festzuhalten. Das Ergebnis wird schon bald auch auf dieser Webseite zu sehen sein.

Grenz-Spaziergang & Enthüllung der Infotafel „Zollstellen in Suderwick“

Enthüllung Informationstafel „Zollstellen in Suderwick“

Nach der Preisverleihung spazierte die Ministerin in einem kleinen Kreis der Ehrengäste entlang der Grenze und erfuhr hierbei auch etwas über die schlechten Zeiten des Heelweg, in denen im Laufe der Geschichte dreimal streng bewachte unüberwindbare Grenzzäune die deutschen und die niederländischen Nachbarn voneinander brutal trennte. Sie enthüllte dabei eine von ihrem Ministerium geförderte Informationstafel über die Geschichte der „Zollstellen in Suderwick“. Aus Mitteln des „Heimatscheck“ wurde neben dieser Tafel auch eine Informationstafel über das „Leben auf dem Lande in früheren Zeiten“ finanziert, die demnächst neben dem Backhaus an dem Weg „Lange Fohre“ stehen wird. Auf dem Weg zurück besuchte die Ministerin „Die Taverne“, der grenzüberschreitenden Begegnungsstätte über der Landesgrenze zwischen den miteinander kooperierenden Senioreneinrichtungen Bültenhaus (D) und Careaz Dr. Jenny (NL). Dort konnte sie sich die Fotoserie „Der Heelweg in guten und schlechten Zeiten“ ansehen und selbst einen Blick auf den Heelweg/Hellweg aus der gleichen Perspektive der Fotografien aus verschiedensten Zeitperioden werfen. Der Spaziergang führte natürlich auch entlang der „Leko-Tafeln“, der gelben Grenzkreuze und durch den Park des Wohnsorgezentrums Careaz.

Mit einem Bein in den Niederlanden, mit dem anderen in Deutschland

Schon die Ankunft der Ministerin war etwas Besonderes. Die „Staatskarosse“ hielt auf dem Heelweg, also in den Niederlanden. Sie wollte schon schnurrstracks zum Festgelände, als ihr von Johannes Hoven, Werner Brand und Freek Diersen erklärt wurde, dass sie jetzt die Grenze überschreiten müsste. Etwas andächtig schaute sie dabei auf die Markierung der Grenze mit gelben Kreuzchen. Als sie dann erfuhr, dass sie und einige andere Gäste bei der Verleihung in Suderwick (D) sitzen würden und alle anderen in Dinxperlo (NL), war sie sichtlich erstaunt. Vollends erstaunt war sie auf ihrem späteren Spaziergang entlang der Grenze, bei dem sie immer wieder nachfragte, ob sie sich denn auf niederländischem oder deutschem Gebiet befinden würde. Der Höhepunkt ihres Erstaunens fand aber am Ende des Spaziergangs statt. Freek Diersen hat sie dazu bewogen, ihre Füße auf zwei gelb markierte Fußabdrücke zu setzen. Dabei erfuhr sie, dass an dieser Stelle 1984 Beatrix, die damalige Königin der Niederlande, im Rahmen ihres Besuches in Dinxperlo einen Fuß auf deutsches Staatsgebiet gesetzt hatte. Den anderen zog sie damals nicht hinterher, da laut Protokoll ein „Staatsbesuch“ nicht vorgesehen war.

„Dinxperwicker Koffietafel“

Nicht nur die in die Bewerbung um den Heimatpreis eingeflossenen Projekte waren grenzüberschreitender Art. Auch nach der Preisverleihung wurde deutlich, wie gut sich die Suderwicker und Dinxperloer verstehen. Anstatt eines Imbisses herkömmlicher Art gab es eine „Dinxperwicker Koffietafel“. Ihr besonderes Merkmal: Die Backgruppe des Heimatvereins bot belegtes Rosinenbrot an, dass morgens im Suderwicker Backhaus gebacken worden war. Für die Backgruppe aus Dinxperlo hatten Theo Messink und seine Frau Weißbrot in ihrem Backhaus in de Heurne gebacken.

Klapsack, Wanderstock & Proviant

Zum Abschluss gab es noch eine Überraschung für Ministerin Scharrenbach: Sie erhielt einen Wanderstock mit in ein rotes Tuch gewickelten besonderen Dinxperwicker Spezialitäten. Außerdem wurde ihr noch ein Exemplar der „Museumsmodule“, von welchen „Dinxperwick“ ein Lehrmodul ist, überreicht. Aber auch Landrat Dr. Zwicker und die beiden Bürgermeister gingen nicht leer aus – auch sie erhielten einen Wanderstock mit Proviantsack: auf Platt heißt das “Knapsack”! Darin enthalten war auch die Fahrradroute „Grenzerlebnisse Dinxperwick“. Der Knapsack war eine Idee von Freek Diersen, der es sich nicht nehmen ließ, bei der Übergabe kurz und bestimmt zu fordern: Weerkomen / Wiederkommen! Wir schließen uns ihm an und ergänzen: Alle Besucherinnen und Besucher sind in Dinxperwick herzlich willkommen / hartelijk welkom!

Fazit

Die Heimatpreis-Verleihung ist ein Höhepunkt im Vereinsleben des Heimatvereins Suderwick und der Bürgerinitiative Dinxperwick, aber auch für „Dinxperwick“, den wir nie vergessen werden. Wir danken allen, die hierzu beigetragen haben.

Weitere Infos und Fotos zum Projekt und über die Preisverleihung:

Pressedienst der Stadt Bocholt (Bruno Wansing)Heimatpreis 2020 für Dinxperwick

Meldung Kreis Borken zur Verleihung des Heimatpreises NRW.

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Meldung Bocholter Borkener Volksblatt.

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Wir bedanken uns bei Verena Winter, der Webmasterin für www.dinxperwick.info/de/heimatpreis-verleihung-fuer-dinxperwick, dass wir den dort veröffentlichten Text weitestgehend mit kleinen Ergänzungen in diesen Beitrag übernehmen durften.

Wir bedanken uns bei Joop van Reeken (GrenzBlickAtelier) für die tollen Fotos, die erkennen lassen, wie gut gelaunt und begeistert die Preisträger und auch die anwesenden Gäste die Verleihung des Preises feiern. Hier sind sie:

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Bilder: GrenzBlickAtelier, Joop van Reeken

„Wald- und Wiesenkonzert“ am 6. August 2020 auf dem „Bolandshof“ in Suderwick

Aus Anlass der Verleihung des Heimatpreises Nordrhein-Westfalen 2020 an den Heimatverein
Suderwick und die Bürgerinitiative Dinxperwick e.V. und des zehnjährigen Jubiläums von Dinxperwick
findet am 6. August ab 19.00 Uhr in Suderwick auf dem „Bolandshof“ der Familie Krämer-Brand,
Hahnenpatt 2, ein „Wald- und Wiesenkonzert“ statt. Hierzu laden die BI Dinxperwick und der
Heimatverein Suderwick herzlich ein.

Weiterlesen: www.dinxperwick.info/de/event/wald-wiesenkonzert-am-bolandshof-suderwick

WDR 5 Westblick Landes-Heimat-Preis geht an Dinxperwick

Heimatverein Suderwick und BI Dinxperwick als Gewinner des Heimatpreises NRW im Blickpunkt verschiedener Medien.

Das NRW-Heimatministerium hat den Landes-Heimat-Preis ausgeschrieben, damit soll herausragendes Engagement vor Ort belohnt werden. Der erste Preis geht an den Heimatverein Suderwick und die Bürgerinitiative Dinxperwick, erzählt Andrea Hansen.

Hier ein Interview des WDR 5 mit Johannes Hoven, Werner Brand und Freek Diersen.

WDR 5 Westblick – aktuell 06.07.2020 03:38 Min.

Heimatverein Suderwick und Bürgerinitiative Dinxperwick erhalten „Heimatpreis des Landes Nordrhein-Westfalen“

Zum Heimatpreis:

Unter dem Motto „NRW heimatet“ hatten bereits im vergangenen Jahr 14 Kreise, 158 kreisangehörige Städte und Gemeinden sowie sieben kreisfreie Städte einen lokalen Heimat-Preis zur Würdigung des örtlichen Engagements vergeben. Aus den insgesamt 179 kommunalen Gewinner-Projekten, die im Rahmen des Heimatförderprogramms prämiert wurden, wählte eine Fach-Jury einstimmig die Preisträger des Landes-Heimat-Preises. Mit in der Auswahl waren auch der Heimatverein Suderwick und die Bürgerinitiative Dinxperwick mit ihrem gemeinsamen Projekt „Heimat und Zukunft gestalten an der Grenze: nebeneinander und gemeinsam, denn Heimat kennt keine Grenzen“ mit dem sie im vergangenen Jahr den Heimatpreis des Kreises Borken verliehen bekommen haben (siehe hierzu https://www.heimatvereinsuderwick.de/heimat-preis-2019).

Aus der Vielzahl der Projekte hat auch die Jury des Landes für dieses Projekt einstimmig den Heimatverein Suderwick und die Bürgerinitiative für den ersten Preis ausgewählt. Über diese Anerkennung und Auszeichnung unseres jahrelangen Engagements für das gute Miteinander über die Landesgrenze hinweg sind wir hocherfreut und bedanken wir uns ganz herzlich beim Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW.

Auszug aus der Presseinformation des Ministeriums mit Begründung der Jury:

Foto: Verena Winter van Reeken

Jahrhunderte bildete die deutsch-niederländische Grenze bei Bocholt im Münsterland eine unsichtbare Mauer. Sie trennte nicht nur zwei Nationen, sondern bildete auch für die Menschen entlang der Grenze eine Barriere, die Begegnung und friedliches Miteinander erschwerte und zwischenzeitlich undenkbar erschienen ließ. Suderwick war unmittelbar betroffen: Der Ort auf deutscher Seite liegt zwar direkt neben dem niederländischen Dinxperlo, war aber auch nur mit Hindernissen für seine Nachbarschaft zu erreichen. Heute haben der Heimatverein Suderwick und die Bürgerinitiative „Dinxperwick“ die Grenze überwunden.

Die Jury des Landes-Heimatpreises Nordrhein-Westfalen sieht im grenzüberschreitenden Engagement des Heimatvereins Suderwick und der bi-nationalen Bürgerinitiative Dinxperwick ein herausragendes Beispiel für Völkerverständigung unter dem Dach der gemeinsamen Heimat. Schon das neue Ortseingangsschild „Dinxperwick“ (als Verbindung aus Suderwick und Dinxperlo) sagt symbolhaft: Wo jetzt „grenzeloos“ und „grenzenlos“ draufsteht, ist in „Dinxperwick“ tatsächlich ungeteilte Heimat und ungeteiltes Europa drin. Die diesjährige Aktion „75 Jahre Freiheit und Frieden“ anlässlich des Kriegsendes 1945 zeigt ebenso eindrucksvoll: aus Feinden wurden Freunde. Grenze ist keine Grenze mehr – sie ist lebendige Heimat!

Ministerin Ina Scharrenbach vergibt den Landes-Heimat-Preis bei der Heimat-Tour 2020

Die Ministerin wird sich im Rahmen ihrer diesjährigen „Heimat-Tour“ durch NRW am 6. August auch nach Suderwick aufmachen und sich dort zwei Stunden Zeit nehmen, den 1. Preis mit einer Laudatio zu verleihen und sich im Rahmen eines Spazierganges an beiden Seiten der Grenze verschiedene Projekte anzusehen, die für das gute Miteinander in „Dinxperwick“ stehen.

Ministerin Ina Scharrenbach sagt hierzu:
„Bürgerinnen und Bürger, die sich vor Ort für unsere Heimat einsetzen, sind ein echter Gewinn für unser Land. Ihnen gilt unsere Anerkennung. In den Kommunen gibt es viele herausragende Projekte, die zeigen, wie in Nordrhein-Westfalen Heimat gelebt wird. Mit dem Landes-Heimat-Preis rückt die Landesregierung herausragendes Engagement für unsere Heimat ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Neben der Wertschätzung für die geleistete Arbeit verbindet sich damit auch die Chance, vor Ort über das Thema Heimat ins Gespräch zu kommen. Genau das möchte ich in diesem Jahr bei meiner Heimat-Tour machen und die Gewinner des Landes-Heimat-Preises für ihr Engagement auszeichnen. Denn: Nordrhein-Westfalen hat eine ausgezeichnete Heimat“.

Im Rahmen ihres Aufenthalts wird die Ministerin am Heelweg eine aus dem Förderprogramm „Heimat-Scheck“ des Ministeriums finanzierte Informationstafel des Heimatvereins „Zollstellen in Suderwick“ einweihen.

Erste Reaktionen:

Landrat Dr. Kai Zwicker hierzu:
„Wir werten die Preisvergabe als ganz besondere Anerkennung des vorbildlichen grenzüberschreitenden Einsatzes vieler Bürgerinnen und Bürger von Suderwick und Dinxperlo. Dies ist gleichzeitig auch ein starkes Signal für das Zusammenleben in der ältesten EUREGIO Europas!“

Der Geschäftsführer der EUREGIO, Christoph Almering:
„Dinxperwick steht für Heimat und gleichzeitig für Europa. Wo die Landesgrenze durch den Ort geht, leben die Menschen europäische Integration im Alltag.“

Heimatverein Suderwick:
Das gute Zusammenleben miteinander und nebeneinander in Suderwick und Dinxperlo ist nun mal wieder ein positives Thema in den Medien. Wir denken, dass sich hierüber auch die Einwohner freuen und vielleicht noch mehr Lust auf eine gemeinsame Heimat „Dinxperwick“ im Hause Europa bekommen. Man kann sich hierfür wunderbar einsetzen und zum guten Klima beitragen. Es lohnt sich.

Hier finden Sie die Presseinformation der Staatskanzlei zur Verleihung der Heimatpreise, in der u.a. auch die weiteren Preisträger in besonderer Weise anerkannt und vorgestellt werden. Gerne gratulieren wir auch ihnen. Wir bedanken uns bei allen, die am Wettbewerb teilgenommen haben und sich auf vielfältige kreative Art und Weise für ein lebenswertes Nordrhein-Westfalen eingesetzt haben.

Unser Erfolg wurde nur durch die Unterstützung vieler Freiwilliger, der Gemeinde Aalten und der Stadt Bocholt, Institutionen und Sponsoren und die gute Zusammenarbeit mit den Dinxperloer Vereinen Bewaar´t Olde, Grenslandmuseum und Dinxpers Belang möglich. Ihnen gilt unser besonderer Dank mit dem Wunsch auf eine weitere gute und fruchtbare Zusammenarbeit für unsere gemeinsame Heimat und Zukunft!

Ihr Heimatverein Suderwick

Bewerbung Kirche St. Michael in Suderwick als „Historischer Ort der Gemeinschaft“

Der Heimatverein Suderwick bewirbt sich beim Bund Heimat und Umwelt, die Kirche als Versammlungsort besonderer Art auszuzeichnen.

Seit nun mehr als 15 Jahren ernennt der Bund Heimat und Umwelt (BHU) das Kulturdenkmal des Jahres, um auf bedeutende und schützenswerte Kulturlandschaftselemente aufmerksam zu machen und diese in das Blickfeld einer breiten Öffentlichkeit zu rücken. Für 2021 wurden „Historische Orte der Gemeinschaft“ als Kulturdenkmal des Jahres ausgewählt. Bei diesen Orten kann es sich zum Beispiel um Wirtshäuser, Pfarrhäuser, Vereinshäuser, Kleingärten, Dorflinden oder Festplätze handeln, die schon in vergangener Zeit bedeutende Versammlungsorte waren. Der Heimatverein Suderwick hat sich um eine Auszeichnung für die Kirche St. Michael in Suderwick beworben.

Einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Kulturdenkmäler leisten Engagierte vor Ort. Die Arbeit zahlreicher ehrenamtlicher Vereine und Initiativen hilft dabei, das materielle und immaterielle Kulturerbe zu erhalten. Denn erst durch die aktive Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger können in Zusammenarbeit mit dem BHU und seinen Landesverbänden historische Gebäude, Denkmäler und bedeutsame Orte der Vergangenheit bewahrt und geschützt werden. Dieses Engagement möchte der BHU würdigen.

In diesem Sinne hat sich auch der Heimatverein für Objekte in Suderwick eingesetzt. So u.a. auch für die kath. Kirche St. Michael, die 1765. Sie wird natürlich in erster Linie von der Kirchengemeinde erhalten und verschönert. Doch einiges hat auch der Heimatverein dazu beigetragen, dass sie insbesondere von Besuchern besser wahrgenommen wird. Das Besondere an dieser Kirche ist, dass sie seit der Reformation ein Ort für deutsche und niederländische Katholiken ist, nur wenige Meter von der deutsch-niederländischen Grenze entfernt steht und seit dem ersten Weltkrieg drei trennende Grenzzäune und von 1949 bis 1963 eine Zeit der Abtrennung an die Niederlande überstehen musste. Noch heute ist sie wie eh in guten wie auch in schlechten Zeiten ein Ort vieler Begegnungen von Menschen von beiden Seiten der Grenze. Sie wird es hoffentlich noch lange bleiben. Das unterscheidet sie wesentlich von anderen Kirchen.

Der Heimatverein Suderwick hat sich deshalb beim BHU um eine Auszeichnung für die Kirche St. Michael beworben, obwohl Kirchen eigentlich nicht im Focus des Wettbewerbs stehen. Wir wollen erreichen, dass die Michaelskirche eine Plakette bekommt, die sie als Kulturdenkmal des Jahres auszeichnet. Diese würden wir dann neben der vom Heimatverein vor vielen Jahren bereits initiierten Denkmalplakette anbringen, die seitlich vom Haupteingang hängt. Da außerdem ausgewählte Orte im bundesweiten Newsletter des BHU vorgestellt sowie in einem Kalender und einem Flyer zum Thema veröffentlicht werden, erreichen wir, dass noch mehr Menschen sich für das historische Gebäude und die künstlerisch wertvolle Gestaltung des Innern der Kirche interessieren und zum Betrachten und Besinnen aufsuchen.

Lesen Sie hier unsere Bewerbung

Bewerbung St. Michael Suderwick als Historischer Ort der Gemeinschaft (download)

Sehen Sie hier weitere „Impressionen von der Michaelskirche gestern und heute“

Die Fotos stammen von Joop van Reeken, Bernd Brennemann und aus der Sammlung von Ben Maandag.

Zur Kirche St. Michael siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/St._Michael_(Suderwick)

„Die Grenze blüht“ für 75 Jahre Frieden und Freiheit

Video und Fotos zeigen schöne Impressionen (Stand April 2020)

Wegen der Bedrohung durch das Coronavirus mussten fasst alle Veranstaltungen aus Anlass „75 Jahre Frieden und Freiheit“ verschoben oder abgesagt werden. Das ist sehr schade, weil sich viele Dinxperloer und Suderwicker hierfür schon kreativ und tatkräftig eingebracht haben sich darauf freuten, zum ersten Mal  gemeinsam die „Bevrijding“ zu feiern.

Schön und tröstlich ist, dass wenigsten die Blütenpracht der im Herbst 2019 auf der Grenze zwischen den Grenzsteinen an der Keupenstraat gepflanzten 18.500 Blumenzwiebeln (hiervon 3.500 von deutschen und niederländischen Kindern, s. hierzu www.heimatvereinsuderwick.de/27-suderwicker-und-dinxperloer-kinder-pflanzten-blumen) die Menschen erfreuen. Das Blütenmeer soll ja ausdrücken, dass man die Schrecken des Krieges nicht vergisst, die Grenze heute kein Hindernis mehr ist und man sich schon lange über die Grenze hinweg gut versteht.

Damit es auch im Sommer blüht, wird noch der gesamte Rand der Keupenstraat vom Aaltenseweg bis zum Hahnenpatt auf einer Länge von rd. 600 Metern zwischen den den Grenzsteinen und den ebenfalls neu angelegten Hainbuchenhecken mit Sommerblumen eingesät. Zum Blühen gebracht haben den bisher trostlosen Grenzsteifen mit Hilfe der Kinder und weiteren Helfern der Heimatverein Suderwick, die Stichting Bewaar ‚t Olde Dinxperlo, Dinxpers Belang und die Bürgerinitiative Dinxperwick. Wir danken der Gemeinde Aalten und der Stadt Bocholt für die finanzielle Unterstützung dieses schönen Projektes.

Wo Blumen blühen lächelt die Welt! Lächeln auch Sie und freuen Sie sich, wenn Sie sich dieses wunderschöne Video von Melanie Steffens und einige Impressionen auf Fotos von Verena Winter van Reeken und Bernd Brennemann anschauen.

Seien wir dankbar für Frieden und Freiheit!

Film: Melanie Steffens, marketing-service-steffens.com

Kampf um den Heelweg im März 1945

In der Karwoche 1945 kämpften alliierte und deutsche Truppen um den Heelweg, der Grenzstraße zwischen Dinxperlo und Suderwick. Das Bocholter-Borkener Volksblatt berichtet am 30. März 2020, auf den Tag genau 75 Jahre später, über zwei persönliche Schicksale.

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Landschaftsverband Westfalen-Lippe bietet kostenlos Filme zum Downloaden an

Die Geschäftsstelle des Westfälischen Heimatbundes ist damit einverstanden, dass auch die Besucher unserer Webseite darüber informiert werden, dass und wie man sich kostenlos Dokumentationen u.a. zur Region und Geschichte Westfalens anschauen kann. Hierfür bedanken wir uns bei der Geschäftsstelle und insbesondere beim Landschaftsverband. Hier der Text des Landschaftsverbandes hierzu:

Die Schlagzeilen über die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 bestimmen seit Wochen die Berichterstattung. Die Ausbreitung des Coronavirus verändert unseren Alltag einschneidend. In dieser schwierigen Situation gibt es immer wieder auch Solidaritätsbekundungen und Hilfsangebote innerhalb der Bevölkerung quer durch alle Altersgruppen. 

Auch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) macht mit seinem LWL-Medienzentrum für Westfalen nun ein besonderes AngebotEine große Anzahl an Filmen steht seit dieser Woche im Download-Bereich des Westfalen Medien Shops frei für Sie zur Verfügung. Damit reagiert der LWL darauf, dass auch in der Region Westfalen das öffentliche und private Leben derzeit stark eingeschränkt ist. Museen und Kinos werden geschlossen, Theateraufführungen und Konzerte abgesagt, Vereinsaktivitäten eingestellt. Weite Teile des kulturellen Lebens kommen erst einmal zum Erliegen. 

Der LWL möchte allen Menschen in Westfalen in dieser Zeit kostenfrei ein Stück westfälischer Kultur nach Hause liefern. Das Angebot umfasst rund 100 Dokumentationen, Kurzfilme und Reportagen zur Region und Geschichte Westfalens. Lassen Sie sich überraschen und stöbern Sie doch einmal.

Interessierte finden hier das gesamte Filmangebothttp://westfalen-medien-shop.lwl.org/download-medien/