Johannes Hoven und Freek Diersen hatten schon vor Jahren die Idee für eine Selbstbedienungs-Fähre über die Bocholter Aa in Höhe der Brüggenhütte. Sie wurde von Touristikern und Politikern in der Region gutgeheißen. In Leserbriefen im Bocholter Volksblatt wurde sie hingegen vernichtend negativ kommentiert. Die Initiatoren halten an ihrer Idee fest. Da es ihnen verwehrt wurde, hierzu einen Leserbrief für das Bocholter Volksblatt zu schreiben, möchten die beiden insbesondere den Dinxperloern und Suderwickern an dieser Stelle die Vorteile für die Idee näher erläutern.
Liebe
Suderwicker und Dinxperloer,
schon
seit 2014 haben wir die Idee, dass eine Selbstbedienungsfähre am Aa-Radweg in
Höhe der Brüggenhütte interessant für Radtouristen aus der weiteren Umgebung wäre
und den Tourismus in „Dinxperwick“ fördern würde. Der Radweg ist Teil der 460
km langen Route „Flusslandschaft“, wo mit viel Aufwand daran
gearbeitet und damit geworben wird, dass auf der Radtour zahlreiche
Grenzerlebnisse entlang der Flüsse Bocholter Aa, Oude Ijssel, Ijssel, Berkel
und Slinge entdeckt werden können.
Das
Ziel, das sie vor Augen haben ist es, Radtouristen – insbesondere Familien mit
Kindern – ein abenteuerliches und spaßiges Flussabenteuer zu bieten und danach
durch den sich anschließenden Wasserpark über den Aussichthügel an Zollschranke
mit Büdeken und Weltkugel vorbei nach Dinxperlo und Suderwick zu führen. Dort
erinnert am kuriosen Grenzverlauf vieles an alte Zeiten und das spannende
„Katz- und Mausspiel“ zwischen Zöllnern und Schmugglern. Dort können die
Touristen auf beiden Seiten der Grenze einkehren oder sich mit jeweils
landestypischen Proviant versorgen.
Eine
Selbstbedienungsfähre ist eine Attraktion an anderen Flüssen und könnte auch
eine an der Bocholter Aa sein. Entlang dieses Flusses und der sich
anschließenden Oude Ijssel gibt es sonst keine Stelle, wo so eine Kombination
von Flussabenteuer und Grenze erleben geboten
werden kann, wie an der „Brüggenhütte“. Hier die einzige Stelle, wo überhaupt
im Bereich der beiden Flüsse zwischen Velen und Doesburg eine Fähre eine
Verbindung zu weiteren Wegen hätte. An allen anderen Stellen – mit Ausnahme in
Bocholts Innenstadt – würden angedachte Fähren auf der anderen Flussseite in
eine Sackgasse führen und an Wiesen oder Feldern enden und keine Möglichkeit bieten,
dort weiterzufahren.
Durch
die Aa-Fähre würden Fernradfahrer aus Richtung Doesburg (NL) oder Velen oder
Duisburg (D) auf spektakuläre Weise dazu animiert, anstatt unter der Brücke
hindurch an „Dinxperwick“ vorbeizufahren, einen mit einem besonderen
Flusserlebnis verbundenen Abstecher an die Grenze zu machen. Wer
ausgeschilderte Fernradstrecken fährt, weiß, dass man nicht so ohne weiteres
einen ausgeschilderten Radweg verlässt. Es sei denn man ist informiert über
das, was rechts und links des Weges liegt, oder man wird auf außergewöhnliche
Art und Weise – wie z.B. durch eine Fähre – aufmerksam.
Eine
Aa-Fähre wurde bereits von Touristikern von beiden Seiten der Grenze befürwortet.
So von der Gemeinde Aalten und der Stiftung Achterhoek-Tourisme. Es wurde
hierfür in 2015/16 ein Betrag in Höhe von 50.000 € bereitgestellt. Mit diesem
Geld hätte eine Fähre mit den Anlegestegen gebaut werden können. Wegen der komplizierten
wasserrechtlichen Genehmigungen nach niederländischen und deutschen Recht konnten
die Mittel leider nicht abgerufen werden. Sie wurden stattdessen für eine Fußfähre
über die Berkel bei Rekken verwendet. Die Idee der Aa-Fähre ist übrigens in die
erfolgreiche Bewerbung der Gemeinden Velen, Borken, Rhede, Bocholt und
Isselburg als LEADER-Region Bocholter Aa beim zuständigen Landesministerium als
gutes Bespiel für die Handlungsfelder „Lebenswerte Region“ und
„Kultur-Marketing-Tourismus“ eingeflossen. So schlecht kann also
die Idee eigentlich nicht sein. Aus LEADER-Mitteln könnte das Projekt mit 65 % gefördert
werden. Wenn dann die restlichen 35 % auf die vier Anliegergemeinden Bocholt,
Isselburg, Aalten und Oude Ijsselstreek verteilt würden, ist eine
Selbstbedienungsfähre gut finanzierbar und wäre der Aa-Radweg und die gesamte
Region um eine spektakuläre Attraktion reicher. Ein sicherlich zu begrüßender
neuer Belag auf dem Aa-Radweg könnte übrigens leider nicht durch LEADER
gefördert werden.
Der
Internationale Beratungsausschuss der Stadt Bocholt und der Gemeinde Aalten hat
in der
Vergangenheit mehrmals die Stadt Bocholt gebeten, sich an der Klärung der wasserrechtlichen Fragen zu beteiligen.
Das blieb leider wirkungslos. Nach einer danach von Politikern gewünschten ausführlichen
Präsentation des Projekts im Bezirksausschuss Nord-West und einer positiven
Empfehlung durch den Ausschusses hat dieser zu einem Treffen der beteiligten
Gemeindeverwaltungen eingeladen, um die Möglichkeiten auszuloten. Die
Stadtverwaltung Bocholt war, aus welchen Gründen auch immer, nicht vertreten.
Dies war sicher ein entscheidender Grund, dass der Rat der Stadt Bocholt in seiner
letzten Sitzung nun die Verwaltung per Beschluss beauftragt hat, federführend
für die beteiligten deutschen Kommunen unter Beteiligung der Gemeinde Aalten
bilateral zu prüfen, ob und ggfls. unter welchen Voraussetzungen eine
Selbstbedienungsfähranlage auf der Bocholter Aa errichtet und betrieben werden
kann. Die Diskussionen und Entscheidungen hierüber würden sich erübrigen, wenn
die Fähre aufgrund der Wasserverhältnisse technisch dort nicht funktioniert
oder wasserrechtlich nicht genehmigt würde. Deswegen ist eine vorhergehende
Prüfung sinnvoll. Ob diese dann ggf. gebaut wird, kann dann natürlich von den
Gemeinden unter Abwägung aller Gesichtspunkte entschieden werden. Für einen Bau
gibt es sicher Gegner (s. Bürgermeister der Stadt Bocholt oder Leserbriefschreiber),
aber auch Befürworter (s. Achterhoek-Tourisme, Gemeinde Aalten, Touristiker der
LEADER-Region, örtliche Akteure ….
Übrigens: Aufgrund der vielen Hinweise der Kritiker
auf die beiden Brücken an der Brüggenhütte (von der eine nur dem Autoverkehr
gewidmet ist), könnten wir uns fragen – tun wir aber nicht – warum die neue Podiumsbrücke
in Bocholt am „KuBAaI – Kulturquartier Bocholter Aa und Industriestraße“ gebaut
wurde. In noch näherer Entfernung sind dort auch zwei Brücken vorhanden, über
die man vom Textilmuseum in die Spinnerei gehen könnte oder umgekehrt. Dennoch
wurde dort aus guten Gründen eine Brücke gebaut. Sie verbindet nun auch
spektakulär zwei „Leuchttürme“ an beiden Seiten des Flusses miteinander. Eine
Aa-Fähre würde im gleichen Sinne den Touristischen Orientierungspunkt an der
Brüggenhütte mit dem Radweg auf der deutschen Seite und das Umfeld des
Aussichtshügels auf der niederländischen Seite mit den „Grenzerlebnissen“
insbesondere am Heelweg verbinden. Die im Raum stehende Kostenschätzung in Höhe
von 100.000 € stellen wir übrigens aufgrund von Gesprächen mit einem
Fährenbauer und Beispielen aus den Niederlanden sehr in Frage.
Es ist für uns nicht schön, dass unsere gut gemeinte
Idee in Leserbriefen, Stammtischgesprächen oder anderswo so zerrissen wird. Schützenhilfe
von Befürwortern erwarten wir nicht, denn es gibt kaum Menschen, die so im
Thema sind wie wir und sich trauen, der nun schon erzeugten „negativen
öffentlichen Meinung“ couragiert entgegen zu treten. Deshalb sind wir auch
nicht darüber enttäuscht, dass es bisher noch keine positiven Leserbriefe gegeben
hat. Wir wissen aber, dass einige „Dinxperwicker“ dies ähnlich sehen wie wir
und sich auf Besucher freuen, die durch eine Aa-Fähre animiert würden, Suderwick
und Dinxperlo zu besuchen.
Wie eine Selbstbedienungsfähre aussieht, wie sie funktioniert und warum wir sie befürworten lesen Sie auf der Webseite des Heimatvereins unter Archiv Monat Oktober 2017 oder https://www.heimatvereinsuderwick.de/aa-faehre-dinxperwick-aa-trekkpontje.
Suderwick und Dinxperlo haben einiges zu bieten, was
uns sehr gut gefällt, worauf wir stolz sind und das wir gerne auch Besuchern
und Touristen zeigen. Wir lassen andere Meinungen gelten, werden uns aber auch
weiterhin für eine Aa-Fähre und noch weitere Grenzerlebnisse einsetzen.
Johannes Hoven und Freek Diersen (Februar 2019)
Foto: Heimatverein Suderwick, Niersfähre in Wachtendonk
Hölzernen Grenzpfahl wiederentdeckt
/in BerichtBBV-net 9. April 2019 – Ein zufälliges Gespräch mit seinem Cousin hat Johannes Hoven auf die Spur eines verschollen geglaubten Stücks Grenzgeschichte gebracht. Ein rot-weißer Pfahl, der 14 Jahre lang die damalige Grenze an einer Brücke über den Holtwicker Bach markiert hatte, ist wieder aufgetaucht.
Pflanzaktion mit Zaungästen
/in BerichtUnsere Pflanzgruppe war mal wieder in Aktion in Suderwick und Spork. Dabei wurde sie von Zaungästen besucht, die neugierig das Treiben aus der Ferne angeschaut hat. Habt Ihr gezählt? Tipp: Aus der Vogelperspektive ist es am einfachsten!
Wir danken Melanie Steffens für die spontane Aktion dieses Video für uns zu erstellen.
Suderwick und Dinxperlo in der Landlust „Auf Reisen“ – Kommen jetzt noch mehr Touristen mit dem Fahrrad?
/in BerichtIm Oktober 2018 meldete sich die freie Journalistin Cornelia Höchstetter beim Heimatverein Suderwick. Sie recherchiere für einen Reiseartikel in einem Sonderheft des Magazins „Landlust“ und fragte, ob der Heimatverein Suderwick ihr etwas über den Grenzort Suderwick-Dinxperlo erzählen und einiges zeigen könnte. Natürlich waren Bernd Brennemann und Johannes Hoven sofort hierzu bereit. Die Landlust wird doch gerne gelesen und darin erwähnt zu werden, ist schon etwas Besonderes. Nach einem Plauderstündchen bei einem „Kopje Koffie“ und „Achterhoeks Beschuit“ ging es mit dem Fahrrad entlang der Grenze. Was Cornelia Höchstetter auf den „Schmuggelpfaden“ in Suderwick und Dinxperlo beeindruckt hat, lesen Sie gerne an dieser Stelle. Weitere interessante ausgesuchte Ziele von Nord nach Süd lesen Sie in dem Sonderheft Landlust auf Reisen, das wir Ihnen gerne empfehlen.
Zum Vergrößern auf das Bild klicken.
Grenzüberschreitendes Fotoprojekt an beiden Seiten der Grenze zwischen Suderwick und Dinxperlo
/in Bericht„Nebeneinander und gegenüber / naast elkaar en tegenover“: So lautet der Titel des deutsch-niederländischen EUREGIO-taNDem-Fotoprojektes, das am 29. März 2019 auf der Grenze in Suderwick und Dinxperlo startet und dort bis zum 24. April entlang des Heelweg/Hellweg und Anholtseweg/Brückendeich in „Dinxperwick“ zu sehen sein wird (siehe auch: https://www.tandemkunst.eu/portfolio_page/nebeneinander-und-gegenuber-naast-elkaar-en-tegenover/). Heimatverein Suderwick, Bürgerinitiative Dinxperwick, Stichting Bewaar´t Olde Dinxperlo und GrenzBlickAtelier unterstützen das Projekt Vorort.
Die beiden Fotografen Matthias Zölle und Yke Russink haben Menschen befragt, ob ihnen das Wort HEIMAT etwas bedeutet und was sie mit dem Begriff verbinden. Die Ergebnisse werden auf 12 großen LKW-Planen gedruckt und an ausgewählten Stellen links und rechts des Heelwegs und Anholtseweg in Suderwick und Dinxperlo aufgestellt.
Menschen beschreiben Heimatbegriff
Die 3,6 Meter breiten und 2,4 Meter hohen Wände präsentieren sechs deutsche und sechs niederländische Menschen, die bildhaft ihren Heimatbegriff beschreiben. Die beiden Fotografen haben ihre Aussage interpretiert, inszeniert und visualisiert. Sie versuchen mit Hilfe der Fotografie die ganze menschliche Spannbreite und Vielfalt der deutsch-niederländischen Gesellschaften zu erfassen.
Nebeneinander und gegenüber
In der Aufstellung an der Grenze schauen die in Deutschland befragten Menschen auf die niederländische Seite. Die in den Niederlanden interviewten betrachten die deutsche Seite. Die beiden Grenzdörfer Suderwick und Dinxperlo bilden den Auftakt zu dieser Fotoausstellung. Hier sind der Heelweg und Anholtseweg, an denen die deutsch-niederländische Grenze verläuft, der ideale Ort, um den Sinn der Fotoausstellung zu vermitteln. Im Mai geht die Ausstellung dann in einen Freizeitpark nach Coevorden.
Foto: Mathias Zölle
Neue Ausstellung im Grenslandmuseum ab 2. April 2019: Grenzkorrektur 1949-1963
/in BerichtIn diesem Jahr ist es 70 Jahre her, dass es zu Grenzkorrekturen (Annektionen) an der deutsch-niederländischen Grenze kam.
Die Annektionen wurden veranlasst, weil Deutschland nicht in der Lage war, den enormen Schaden zu ersetzen, den die Niederlande im Zweiten Weltkrieg erlitten hatten.
Die Regierung in Den Haag war der Meinung, dass Deutschland deshalb Grundgebiet als Reparationsleistung abgeben müsse, was die alliierten Machthaber den Niederlanden zustanden.
Der alte Grenzverlauf wurde an 19 Orten geändert. Die bekanntesten sind Elten und Tudderen. Einmal mehr wurde klar, dass die Politik in Den Haag einen großen Einfluss auf das tägliche Leben der Grenzbewohner hat.
Auch der Grenzverlauf zwischen Suderwick und Dinxperlo änderte sich gewaltig. Der westliche Teil von Suderwick wurde niederländisches Territorium. Am 23. April 1949 um 12.00 Uhr wuchs Dinxperlo mit einem Schlag um 0,64 km2. An jenem Mittag zogen englische Militärangehörige gemeinsam mit niederländischen Beamten, Mitgliedern der Marechaussee und Lokalpolitikern nach Suderwick-West und verschoben die Grenze offiziell. Der neue Grenzverlauf wurde durch dünne runde Pfähle mit einer Fahne angegeben. Später wurden neue hölzerne Grenzpfosten eingegraben.
Für mehr als 300 Suderwicker hatte diese Grenzkorrektur eingreifende Folgen. Zur lokalen Grenzgeschichte wurde ein neues Kapitel hinzugefügt.
Jaap Snijders, ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Grenslandmuseums, hat Ursache, Folgen und den Verlauf der Grenzkorrektur in Dinxperlo / Suderwick untersucht. Er hat eine Sonderausstellung zusammengestellt, die von Dienstagnachmittag, 2. April, bis Ende Juni 2019 im vorderen Ausstellungsraum des Museums zu sehen ist.
Bild: Kollektion Ben Maandag
Einladung zu einer Baumpflanzaktion
/in BerichtDonnerstag, 7. März 2018 ab 15.00 Uhr
an der Wiese am Hof von Krämer-Brand am Hahnenpatt 2
Wer noch nicht so früh dabei sein kann, kann gerne später dazu kommen.
An der Westseite der Wiese von Krämer-Brand (Parallel zum Elf-Apostel-Weg) pflanzen wir ab 15 Uhr eine Baumreihe mit 12 Linden.
Wenn wir dort fertig sind, pflanzen wir am Osterhofweg entlang des von dort abzweigenden Feldweges zur Keupenstraat in Dinxperlo Sträucher.
Die Berufstätigen könnten dazu kommen, sobald sie Zeit haben und bis zur Dunkelheit mithelfen.
Es wäre schön, wenn diejenigen, die mitmachen wollen, sich kurz melden bei: Johannes Hoven, Tel. 02874 2272, e-mail: info[at]heimatvereinsuderwick.de.
Wir freuen uns über eine rege Beteiligung!
Gemeinsame Bewerbung Heimatverein Suderwick und BI Dinxperwick für den Heimatpreis 2019 der Stadt Bocholt:
/in BerichtDie Stadtverordnetenversammlung der Stadt Bocholt hat am 10. Oktober 2018 beschlossen, dass die Stadt Bocholt sich mit dem Thema „Heimat ist Zukunft“ um den mit 5.000 Euro dotierten Landes-Preis bewerben wird und nach bestimmten Kriterien an gemeinnützige Bocholter Vereine zu verleihen. Die Verleihung erfolgt aufgrund eines Bewerbungsverfahrens. Die Stadt Bocholt würdigt mit diesem Preis das ehrenamtliche Engagement, nachahmenswerte Praxisbeispiele mit Zukunftsausrichtung im Bereich Heimat und das heimatgeschichtliche Geschehen in den Ortsteilen. Der Heimat-Preis Bocholt soll im Rahmen der Ehrenamtsgala der Volksbank Bocholt eG am 9. Mai 2019 verliehen werden.
Nachdem sich der Heimatverein Suderwick dafür entschieden hatte sich am Wettbewerb zu beteiligen, stellte sich heraus, dass auch die BI Dinxperwick sich bewerben wollte. Im Interesse von Suderwick entschlossen sich die Vorsitzenden der beiden Vereine, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und sich gemeinsam für den Heimatpreis 2019 der Stadt Bocholt zu bewerben. Sie wollen damit zeigen, dass kein Konkurrenzdenken besteht und jeder alles tut zum Wohl des Dorfes Suderwick bzw. der Dorfgemeinschaft „Dinxperwick“.
Da ausdrücklich auch die geleistete Arbeit anerkannt werden soll und nicht nur der Blick in die Zukunft, wurde dargelegt, was in den letzten Jahren in Suderwick und Dinxperlo an nachahmenswerten Aktivitäten zur Überwindung von Grenzen zum Wohl unserer gemeinsamen deutsch-niederländischen Heimat „Dinxperwick“ stattgefunden hat. Außerdem wurde darauf eingegangen, was in nächster Zeit noch an Aktivitäten geplant ist.
Das Motto des Heimatpreises 2019 der Stadt Bocholt „Heimat ist Zukunft“ ist schon lange Leitsatz des Heimatvereins und sogar im Vereinslogo verankert. Die Bürgerinitiative Dinxperwick ist vor etwa 6 Jahren gegründet worden, um einen drohenden Schaden für unsere Heimat durch Kiesabbau abzuwenden und die Kulturlandschaft an der Grenze als ein Stück Heimat zu bewahren. Seit mehreren Jahren setzt man sich gemeinsam grenzüberschreitend für die Zukunft von „Dinxperwick“ und die dort lebenden Menschen ein.
Beide Vereine haben gemeinsam das Ziel, noch mehr Menschen für die lokale Bocholter und Dinxperwicker Besonderheit „Grenze“ zu begeistern. Sie sollen sich grenzüberschreitend „heimisch“ zu fühlen. Gemeinsam ist man stark und kann man erfolgreich die Zukunft zu gestalten. Es gab an der Grenze sehr schlechte Zeiten durch Gewaltherrschaft, Krieg und Trennung durch fast unüberwindbare Grenzzäune. Heute engagieren sich u.a. der Heimatverein Suderwick und die BI Dinxperwick, die Grenzen in Europa zu überwinden und die Chancen zu nutzen, die sich hierdurch insbesondere für die Grenzbewohner in ihrer Heimat ergeben. „Die Heimat soll nicht an der Grenze halt machen, denn Heimat hat für uns keine Grenzen“. Lesen Sie hier unsere gemeinsame „Bewerbung Heimatpreis 2019“
Heimatverein Suderwick lädt ein zu Fahrradtouren in 2019
/in BerichtWie im letzten Jahr trifft sich auch in diesem Jahr im 4-wöchigem Rhythmus ab April an jedem ersten Dienstag im Monat Teilnehmer die Fahrradgruppe „Arnim, Hans-Gerd, Bernhard und Klaus“, um gemeinsam Radtouren zu unternehmen. Die erste Fahrt findet in diesem Jahr am Dienstag, dem 2. April 2019 statt. Im letzten Jahr nahmen regelmäßig etwa 20 – 20 Personen an den Radtouren teil, die offen sind für alle, die sich hierfür interessieren. Die Länge der Touren beträgt je nach Jahreszeit zwischen 30 und 40 Kilometer.
Termine: jeden 1. Dienstag im Monat von April – Oktober
2. April, 7. Mai, 4. Juni, 2. Juli, 6. August, 3. September, 1. Oktober
Das Fahrtempo liegt richtet sich nach den Radfahrern ohne Elektrounterstützung und liegt voraussichtlich bei etwa 15 Km pro Stunde
Rückfragen: Tel. 02874 – 45644, 1237, 4062 oder 2319
Regeln für die Fahrradtouren des Heimatvereins Suderwick
Viel Spaß und Vergnügen wünscht Ihnen Ihr Heimatverein Suderwick
Argumente für eine Aa-Fähre an der Brüggenhütte: Die Initiatoren stellen sich der Diskussion
/in BerichtLiebe Suderwicker und Dinxperloer,
schon seit 2014 haben wir die Idee, dass eine Selbstbedienungsfähre am Aa-Radweg in Höhe der Brüggenhütte interessant für Radtouristen aus der weiteren Umgebung wäre und den Tourismus in „Dinxperwick“ fördern würde. Der Radweg ist Teil der 460 km langen Route „Flusslandschaft“, wo mit viel Aufwand daran gearbeitet und damit geworben wird, dass auf der Radtour zahlreiche Grenzerlebnisse entlang der Flüsse Bocholter Aa, Oude Ijssel, Ijssel, Berkel und Slinge entdeckt werden können.
Das Ziel, das sie vor Augen haben ist es, Radtouristen – insbesondere Familien mit Kindern – ein abenteuerliches und spaßiges Flussabenteuer zu bieten und danach durch den sich anschließenden Wasserpark über den Aussichthügel an Zollschranke mit Büdeken und Weltkugel vorbei nach Dinxperlo und Suderwick zu führen. Dort erinnert am kuriosen Grenzverlauf vieles an alte Zeiten und das spannende „Katz- und Mausspiel“ zwischen Zöllnern und Schmugglern. Dort können die Touristen auf beiden Seiten der Grenze einkehren oder sich mit jeweils landestypischen Proviant versorgen.
Eine Selbstbedienungsfähre ist eine Attraktion an anderen Flüssen und könnte auch eine an der Bocholter Aa sein. Entlang dieses Flusses und der sich anschließenden Oude Ijssel gibt es sonst keine Stelle, wo so eine Kombination von Flussabenteuer und Grenze erleben geboten werden kann, wie an der „Brüggenhütte“. Hier die einzige Stelle, wo überhaupt im Bereich der beiden Flüsse zwischen Velen und Doesburg eine Fähre eine Verbindung zu weiteren Wegen hätte. An allen anderen Stellen – mit Ausnahme in Bocholts Innenstadt – würden angedachte Fähren auf der anderen Flussseite in eine Sackgasse führen und an Wiesen oder Feldern enden und keine Möglichkeit bieten, dort weiterzufahren.
Durch die Aa-Fähre würden Fernradfahrer aus Richtung Doesburg (NL) oder Velen oder Duisburg (D) auf spektakuläre Weise dazu animiert, anstatt unter der Brücke hindurch an „Dinxperwick“ vorbeizufahren, einen mit einem besonderen Flusserlebnis verbundenen Abstecher an die Grenze zu machen. Wer ausgeschilderte Fernradstrecken fährt, weiß, dass man nicht so ohne weiteres einen ausgeschilderten Radweg verlässt. Es sei denn man ist informiert über das, was rechts und links des Weges liegt, oder man wird auf außergewöhnliche Art und Weise – wie z.B. durch eine Fähre – aufmerksam.
Eine Aa-Fähre wurde bereits von Touristikern von beiden Seiten der Grenze befürwortet. So von der Gemeinde Aalten und der Stiftung Achterhoek-Tourisme. Es wurde hierfür in 2015/16 ein Betrag in Höhe von 50.000 € bereitgestellt. Mit diesem Geld hätte eine Fähre mit den Anlegestegen gebaut werden können. Wegen der komplizierten wasserrechtlichen Genehmigungen nach niederländischen und deutschen Recht konnten die Mittel leider nicht abgerufen werden. Sie wurden stattdessen für eine Fußfähre über die Berkel bei Rekken verwendet. Die Idee der Aa-Fähre ist übrigens in die erfolgreiche Bewerbung der Gemeinden Velen, Borken, Rhede, Bocholt und Isselburg als LEADER-Region Bocholter Aa beim zuständigen Landesministerium als gutes Bespiel für die Handlungsfelder „Lebenswerte Region“ und „Kultur-Marketing-Tourismus“ eingeflossen. So schlecht kann also die Idee eigentlich nicht sein. Aus LEADER-Mitteln könnte das Projekt mit 65 % gefördert werden. Wenn dann die restlichen 35 % auf die vier Anliegergemeinden Bocholt, Isselburg, Aalten und Oude Ijsselstreek verteilt würden, ist eine Selbstbedienungsfähre gut finanzierbar und wäre der Aa-Radweg und die gesamte Region um eine spektakuläre Attraktion reicher. Ein sicherlich zu begrüßender neuer Belag auf dem Aa-Radweg könnte übrigens leider nicht durch LEADER gefördert werden.
Der Internationale Beratungsausschuss der Stadt Bocholt und der Gemeinde Aalten hat in der Vergangenheit mehrmals die Stadt Bocholt gebeten, sich an der Klärung der wasserrechtlichen Fragen zu beteiligen. Das blieb leider wirkungslos. Nach einer danach von Politikern gewünschten ausführlichen Präsentation des Projekts im Bezirksausschuss Nord-West und einer positiven Empfehlung durch den Ausschusses hat dieser zu einem Treffen der beteiligten Gemeindeverwaltungen eingeladen, um die Möglichkeiten auszuloten. Die Stadtverwaltung Bocholt war, aus welchen Gründen auch immer, nicht vertreten. Dies war sicher ein entscheidender Grund, dass der Rat der Stadt Bocholt in seiner letzten Sitzung nun die Verwaltung per Beschluss beauftragt hat, federführend für die beteiligten deutschen Kommunen unter Beteiligung der Gemeinde Aalten bilateral zu prüfen, ob und ggfls. unter welchen Voraussetzungen eine Selbstbedienungsfähranlage auf der Bocholter Aa errichtet und betrieben werden kann. Die Diskussionen und Entscheidungen hierüber würden sich erübrigen, wenn die Fähre aufgrund der Wasserverhältnisse technisch dort nicht funktioniert oder wasserrechtlich nicht genehmigt würde. Deswegen ist eine vorhergehende Prüfung sinnvoll. Ob diese dann ggf. gebaut wird, kann dann natürlich von den Gemeinden unter Abwägung aller Gesichtspunkte entschieden werden. Für einen Bau gibt es sicher Gegner (s. Bürgermeister der Stadt Bocholt oder Leserbriefschreiber), aber auch Befürworter (s. Achterhoek-Tourisme, Gemeinde Aalten, Touristiker der LEADER-Region, örtliche Akteure ….
Übrigens: Aufgrund der vielen Hinweise der Kritiker auf die beiden Brücken an der Brüggenhütte (von der eine nur dem Autoverkehr gewidmet ist), könnten wir uns fragen – tun wir aber nicht – warum die neue Podiumsbrücke in Bocholt am „KuBAaI – Kulturquartier Bocholter Aa und Industriestraße“ gebaut wurde. In noch näherer Entfernung sind dort auch zwei Brücken vorhanden, über die man vom Textilmuseum in die Spinnerei gehen könnte oder umgekehrt. Dennoch wurde dort aus guten Gründen eine Brücke gebaut. Sie verbindet nun auch spektakulär zwei „Leuchttürme“ an beiden Seiten des Flusses miteinander. Eine Aa-Fähre würde im gleichen Sinne den Touristischen Orientierungspunkt an der Brüggenhütte mit dem Radweg auf der deutschen Seite und das Umfeld des Aussichtshügels auf der niederländischen Seite mit den „Grenzerlebnissen“ insbesondere am Heelweg verbinden. Die im Raum stehende Kostenschätzung in Höhe von 100.000 € stellen wir übrigens aufgrund von Gesprächen mit einem Fährenbauer und Beispielen aus den Niederlanden sehr in Frage.
Es ist für uns nicht schön, dass unsere gut gemeinte Idee in Leserbriefen, Stammtischgesprächen oder anderswo so zerrissen wird. Schützenhilfe von Befürwortern erwarten wir nicht, denn es gibt kaum Menschen, die so im Thema sind wie wir und sich trauen, der nun schon erzeugten „negativen öffentlichen Meinung“ couragiert entgegen zu treten. Deshalb sind wir auch nicht darüber enttäuscht, dass es bisher noch keine positiven Leserbriefe gegeben hat. Wir wissen aber, dass einige „Dinxperwicker“ dies ähnlich sehen wie wir und sich auf Besucher freuen, die durch eine Aa-Fähre animiert würden, Suderwick und Dinxperlo zu besuchen.
Wie eine Selbstbedienungsfähre aussieht, wie sie funktioniert und warum wir sie befürworten lesen Sie auf der Webseite des Heimatvereins unter Archiv Monat Oktober 2017 oder https://www.heimatvereinsuderwick.de/aa-faehre-dinxperwick-aa-trekkpontje.
Suderwick und Dinxperlo haben einiges zu bieten, was uns sehr gut gefällt, worauf wir stolz sind und das wir gerne auch Besuchern und Touristen zeigen. Wir lassen andere Meinungen gelten, werden uns aber auch weiterhin für eine Aa-Fähre und noch weitere Grenzerlebnisse einsetzen.
Johannes Hoven und Freek Diersen (Februar 2019)
Foto: Heimatverein Suderwick, Niersfähre in Wachtendonk
Sporker Blädeken und Gesundheitszentrum Spork
/in BerichtGerne weisen wir darauf hin, dass in Spork monatlich das Sporker Blädeken mit Veranstaltungen in Spork erscheint und das Gesundheitszentrum im Ludgerushof in Spork auch den Suderwickern so einiges für die Gesundheit anbietet. Wir bitten um Verständnis, dass wir nicht jeden Monat hierauf hinweisen können. Wer sich aber interessiert, kann sich immer aktuell per Internet unter www.gz-ludgerushof.de über Gesundheitsangebote und unter www.spork-aktiv.de über Veranstaltungen in Spork informieren.
Wir finden die Angebote in Spork toll und wünschen den Sporkern ein gutes Gelingen!
Flyer Sporker Blädeken zum Download.
Flyer Gesundheitszentrum im Ludgerushof zum Download.