Musikgruppe „Original Surkse Wielbachburen“

(hochdeutsch: Original Suderwicker Wielbachbauern), 

– so nennt sich die Trecksackgruppe des Suderwicker Heimatvereines, die mit Volksmusik, alten Schlagern oder Stimmungsliedern hin und wieder bei Veranstaltungen im Dorf oder in der näheren Umgebung aufspielen. 

Die Gruppe besteht aus 5 Musikern. Neben 2 „Trecksäcken“, die von Ernst Tuente und Johannes Hoven gespielt werden, trägt Karl-Heinz Himmelberg mit einem Knopfakkordeon zum guten Ton bei und gibt Hartmut Elbers auf einer selbst gebauten Teufelsgeige den Takt an. Hin und wieder wechselt er auch schon mal zum Schlagzeug und haut dann mächtig auf die Pauke. Zum „Wielbachburentypischen Sound“ trägt seit einiger Zeit auch Markus Teriete bei, der mit seinem Tuba-ähnlich klingenden Bariton die Ohren der Zuhörer mal zart, mal recht lautstark umschmeichelt und selbst eingefleischte sture Westfalen dazu verleiten könnte, auf die „Krachlederhose“ zu schlagen, hätte Mann denn eine an. 

Apropos „Outfit“. In ihrem „Bauernlook“, – Verzeihung, in ihrer „Bauernkluft“, bestehend aus einem blau-weißem „Keeltje“, rotem Halstuch und schwarzer „Pette“ und Hose, hören sie sich nicht nur gut an, sondern sehen sie auch zünftig aus. 


Von links: Karl-Heinz Himmelberg, Markus Teriete, Johannes Hoven, Hartmut Elbers und Ernst Tuente. 

Sie stehen und laufen auf von Ernst Tuente gefertigten Holzklumpen, die nicht nur für eine gute Luftzirkulation an den Füßen bei schwüler Hitze sorgen. Sie wärmen im Winter und man kann mit ihnen auch gut den Takt verstärken. Tja, und manche Maid (egal welchen Alters oder welcher „Coleur“) wundert sich, dass man mit den Klumpen an auch noch ein „Tänzken“ aufs Parkett legen kann und die Füße der Partnerin nicht plattgetreten werden. „Dans op de Deel“ ist der große Stimmungsmacher der „Orginal Surkse Wielbachburen“ und man beherrscht selbst den Tanz und das Trecksackspiel gleichzeitig (von der Stirne heiß, rinnt dann der Schweiß). 

De „Wielbach“, zu dem sich die Gruppe nicht nur allein des Namens wegen bekennt, bildet im Osten die Grenze zum Nachbarort Spork und ist ein besonderer Bach, weil er sich zweiteilt und sogar an einer Stelle den Holtwicker Bach unterquert. Kurz vor dem westlichsten Zipfel an der Grenze nach Anholt fließt er dann in die Bocholter Aa. Vom Rauschen des Baches inspiriert machen die Wielbachburen gerne gedanklich eine Reise von den Nordseewellen bis hin nach Kufstein oder sogar zur „Sierra Madre“. Logisch, dass sich dann viele Lieder ergeben, die zum festen Repertoire gehören und noch hoffentlich viele Zuhörer erfreuen. 

Frohsinn, Heiterkeit und Gemütlichkeit sind den „Wielbachburen“ auf den Leib geschrieben. Ihr Motto: Da wo man auf dem Trecksack spielt schöne Lieder, da lass Dich ruhig nieder! 

Also was sagt uns das: Sollten Sie mal irgendwo auf die „Original Surkse Wielbachburen“ treffen, zieren Sie sich nicht. Lassen Sie frohe Lieder aus Ihrer Kehle klingen, tanzen Sie im Wiegeschritt und feiern Sie gesellig mit! 

Übrigens gibt es immer auch noch, wie man im besten Suderwicker Platt so sagt, ein „Hei – leit“ im Jahr. Am letzten Samstag vor Ende der Herbstferien organisieren wir zusammen mit der Gruppe „De Spöllüü“ aus unserem niederländischen Nachbarort Dinxperlo vor der herrlichen Kulisse des nachgebildeten Vierwaldstätter Sees im Biotopwildpark „Anholter Schweiz“ nahe der Wasserburg Anholt ein „Niederländisch-deutsches Harmonikafestival“. Es wäre schön, wenn wir uns dort oder aber bei einer anderen geselligen Veranstaltung auf dem Suderwicker Dorfplatz, am Backhaus oder am Strohbarg treffen würden. 

Kontaktadressen:
Hartmut Elbers, Hellweg 44, 46399 Bocholt-Suderwick
Tel. 02874 3142
Johannes Hoven, Osterhofweg 2, 46399 Bocholt-Suderwick
Tel. 02874 2272